
Landkreis (hö) – „Gemütlich genießen im bayerischen Wirtshaus“ – nach diesem Motto führt seit dreißig Jahren das Bayerische Staatsministerium für Landwirtschaft und Forsten einen Wettbewerb durch. Alle drei Jahre soll die Aktion „Bayerische Küche“ die regionale Küche in ihrer Vielfalt und Qualität sowie den Absatz bayerischer Produkte fördern. Das Rosenheimer Land war heuer gleich mit mehreren ausgezeichneten Betrieben dabei, für den Alpenhof Oberaudorf der Familie Schmid gab es von Landwirtschaftsminister Josef Miller sogar eine Auszeichnung in Gold.
Der Wettbewerb „Bayerische Küche“ hat folgende Schwerpunkte: Warenherkunft und Qualitätsprodukte aus der Region, Speisenangebot im Rhythmus der Jahreszeiten und frisch hergestellt, Spezialitäten unter Verwendung gegendtypischer Rezepte, die durch Lebensstil, Landschaft und Landwirtschaft geprägt sind, Verwendung sprachlicher Eigenheiten der Region und Herkunftsbezeichnungen in der Speisenkarte sowie Pflege bayerischer Wirtschaftstradition. Erstmalig war es in diesem Jahr, dass die erfolgreich bewerteten Teilnehmer eine Auszeichnung in Gold, Silber oder Bronze oder eine Anerkennungs-Urkunde erhalten. Die Auswahl der Besten erfolgt durch Kommissionen, in denen Vertreter des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes, der Tourismusverbände und durch die Landwirtschaftsverwaltung beauftragte Fachkräfte mitwirkten. Ausserdem ist die Centrale Marketing Gesellschaft für Agrarprodukte (CMA) Kooperationspartner.
Fast 700 Betriebe machten mit
Wie Siegfried Gallus als Präsident des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes informierte, haben sich fast 700 Betriebe am Wettbewerb beteiligt. „Die bayerisch-regionale Küche hat sich erstmals seit vielen Jahren wieder an die Spitze des Verbrauchergeschmacks gesetzt und überzeugt durch innovative Zubereitung von frischen regionalen Produkten“, so der HOGA-Präsident, der sich ausdrücklich noch bei den Mitgliedern der Bewertungskommissionen für die Übernahme der ganz und gar nicht leichten Aufgabe bedankte. Zu den Prüfern gehörte aus dem Landkreis Rosenheim unter anderem auch Thomas Jahn als Geschäftsführer des Kur- und Tourismusverbandes Wendelstein. „Höchst interessant, welcher Ideenreichtum und welche Vielfalt in den Küchen zu entdecken waren, im Rosenheimer Land sind wir mit der bayerischen Küche bestens aufgestellt“, so Thomas Jahn in seinem Fazit.
Ausgezeichnete Gaststätten und Restaurants aus dem Rosenheimer Land
Recht erfolgreich hat der Tourismuslandkreis Rosenheim beim Wettbewerb „Bayerische Küche“ abgeschnitten. Einziger „Gold-Medaillen-Gewinner“ ist der Alpenhof in Oberaudorf. Die Wirtsfamilie von Josef Schmid wurde besonders gewürdigt, weil die Verarbeitung eigener und regionaler Produkte mit Qualitätsgarantie erfolgt. Spezialitäten des Hauses sind hausgeräucherter Schinken, Milchprodukte, Marmeladen und Kompotte. Vorzüge des Alpenhofes sind des weiteren eine eigene Landwirtschaft, ein Obst-, Kräuter- und Blumengarten, eine Räucherkammer sowie die große Sonnenterrasse mit Blick auf Obstgarten und Kaisergebirge. Folgende Betriebe haben die Auszeichnung in Silber erhalten: Gasthof Schloßwirt in Brannenburg, Berghotel Aschbach in Feldkirchen-Westerham, Gasthof Dannerwirt in Flintsbach, Gasthof Falkenstein in Flintsbach, Brauereigasthof Forsting, Gasthof Keindl in Niederaudorf, Gasthof Ochsenwirt in Oberaudorf, Gasthaus „Zum Entenwir“ in Törwang, Berggasthof Duftbräu am Samerberg, Gasthof Kapsner in Hochstätt, Gasthof-Hotel „Zur schönen Aussicht“ in Kleinhöhenrain und Landgasthof Stechl in Rott am Inn. Die Auszeichnung in Bronze bekamen in Frasdorf das Restaurant Koslowskis Kochen und Kunst, in Prutting der Gasthof „Zur Post“, in Rohrdorf der Hotel-Gasthof „Zur Post“ und in Wasserburg am Inn das Gasthaus „Fischerstüberl“ Attel. Eine erfolgreiche Teilnahme wurde darüber hinaus mit einer Anerkennungsurkunde bestätigt für das Gasthaus Pfeiffenthaler in Bad Feilnbach, das Hotel-Restaurant Karner in Frasdorf, das Gasthaus „Zum Schildhauer“ in Halfing, der Landgasthof am Waldpark in Nussdorf am Inn, der Landgasthof und das Flaihotel „Bayerischer Hof“ in Oberaudorf und das Restaurant Etage im Cafe Stocker von Wasserburg am Inn.
Bei einer Feierstunde beim Duftbräu am Samerberg mit allen ausgezeichneten Betrieben aus dem Rosenheimer Land würdigten BHG-Bezirks- und Kreisvorsitzender Franz Bergmüller sowie die Bürgermeister Josef Neiderhell aus Raubling und Georg Huber vom Samerberg den hohen Stellenwert der bayerischen Küche für den Tourismus. Die Bürgermeister dankten den Wirten für ihren wertvollen Beitrag in den Orten, zumal die Gasthäuser im Dorf wichtige Treffpunkte sind und die Wirte als Multiplikatoren einen wichtigen Dienst zum Gelingen des gesellschaftlichen Zusammenlebens erfüllen.
Eigene Broschüre mit allen Gewinner-Betrieben
In einer Broschüre zum Wettbewerb „Bayerische Küche 2007“ sind alle ausgezeichneten Betriebe näher vorgestellt. Erhältlich sind die umfassenden und Appetit anregenden Hefte bei den Gewinner-Betrieben sowie beim Tourismusverband München-Oberbayern, Telefon 089-829218-0. Einleitend heisst es in dem Heft und zum HinweisThema, dass Bayern das Spezialitätenland Nr. 1 ist: „Bauchstecherl, Hollerkiachl, Böfflamott und Schuchsen …..bayerische Schmankerl, die zwar kurios klingen, aber eines gemeinsam haben. Sie schmecken köstlich! In früheren Jahrhunderten in den Küchen einzelner bayerischer Bauernhöfe kreiert und nur an Festtagen serviert, haben sie mittlerweile ihren Siegeszug über ganz Bayern angetreten.