Präzise Kochkunst im Restaurant Ikarus, Hangar-7 in Salzburg
„Wer geile Sachen kocht, darf alles“, sagt der Österreicher
Marcus G. Lindner, Küchenchef des Sterne-Restaurants
Mesa in Zürich. Mit Fingerspitzengefühl mischt er die unterschiedlichsten Aromen miteinander und zaubert so mannigfaltige, sinnliche und phantasievolle Kompositionen mit mediterranen Anleihen. Und das mit einer Präzision, die ihresgleichen sucht. Für viele gilt er deshalb als bester Koch Zürichs.Kenner attestieren seiner Küche katalanische Akzente, die
Lindner bestätigt: „Die mediterrane Küche hat mich schon sehr früh beeinflusst, da sie mich durch ihre Ehrlichkeit begeisterte. Es sind meist einfache Zubereitungen, bei denen das Produkt, der respektvolle Umgang damit und der Geschmack im Vordergrund stehen.“
Natürlich sind auch den Restaurantkritikern
Lindners Kochkünste und seine Präzisionsarbeit nicht entgangen. Nachdem er sich im Jahr 2007 16 Gault-Millau-Punkte erkocht hatte, schaffte
Lindner 2010 bereits 18 Punkte. 2008 wurde er mit einem Michelin-Stern belohnt.
Lindner ist ein versierter Handwerker, der es liebt, die unterschiedlichsten Aromen und Zutaten miteinander zu verbinden. Dabei schreckt er auch nicht davor zurück, Zutaten wie Schweinsschnauze oder Kalbskopf anzubieten. Denn: „Wer geile Sachen kocht, darf alles“!
Nach seinem Schulabschluss besuchte
Lindner die
Landesberufsschule für das GastgewerbeSchloss Hofen inLochau. Dort absolvierte er eine dreijährige Berufsausbildung zum Koch. Lehrbetrieb war das Restaurant
St. Leonhard in Feldkirch. Der Ausgangspunkt für seine Karriere war die Ausbildung bei Lehrmeister
Max Dick in seinem Heimatdorf. Er vermittelte ihm die Wiener und österreichische Küche und empfahl ihm, nach der Ausbildung in der Schweiz zu arbeiten, um dort die klassische französische Küche zu vertiefen. Gesagt, getan: Nach dreijähriger Tätigkeit im renommierten
Hotel Post in Lech zog
Lindner in die Schweiz und arbeitete in den nächsten fünf Jahren im
GrandHotel Victoria-Jungfrau in Interlakenund drei Jahre im
Parkhotel in Gstaad, wo er sich 16 Gault-Millau-Punkte erkochte.
Nach weiteren renommierten Stationen in Deutschland und der Schweiz verschlug es ihn im Mai 2004 wieder in die Heimat und dort ins 5-Sterne-Hotel
Interalpen-Hotel Tyrol in Tirol. Zur gleichen Zeit war in Zürich die Besitzerin des
Mesa,
Linda Mühlemann, auf der Suche nach einem neuen Küchenchef. Sie selbst ist eine passionierte Gastgeberin und auch Köchin. Als ihre Wahl auf
Marcus G. Lindner fiel, musste sie hartnäckig Überzeugungsarbeit leisten, um ihn aus seiner Heimat wieder in die Schweiz zu locken. 2006 fruchteten ihre Bemühungen und
Lindner wechselte als Küchenchef ins
Mesa nach Zürich.
In dem Restaurant, das den Spagat zwischen edler Ausstattung und schlichter Eleganz schafft, kocht
Lindner seinen ganz persönlichen Stil. „Wenn man in der Luxushotellerie tätig ist, dann sollte man immer eine Alternative zu anderen kulinarischen Angeboten des Hauses bieten. Im
Mesa ist das anders. Es ist ein kleines, feines Restaurant. Hier koche ich authentischer. Ich kann ich selber sein“, sagt
Lindner.
Doch wie ist
Lindner, wenn er „er selbst“ ist? Ein Handwerker, der den Anspruch an sich selbst hat, die bestmögliche Performance abzuliefern! Und das macht er mit einer Präzision, bei der es nicht auf Minuten, sondern Sekunden ankommt. Kein Wunder, dass ihn auch der Beruf des Uhrmachers gereizt hätte. So zaubert er mit seinem Team allabendlich Menüs sekundengenau auf die Tische der Gäste. Dabei scheut er auch nicht davor zurück, scheinbar Unmögliches zu kombinieren oder anzubieten. Ein Koch, der sich in seiner Art zu kochen immer wieder erneuert und trotzdem seinem ganz eigenen Stil treu bleibt. Das Ergebnis sind hochkreative Gerichte wie Rouget/Weideschwein/Fenchel/Absinth, St. Pierre/Rhabarber/Entenleber/Spargel, Saibling/Erbse/Wachtelei/Balsamico oder Kalbsbries/Vanille/Gänseleber/Sellerie. Einem weniger begabten Koch mag es gelingen, die unterschiedlichsten Elemente zu einem unverbindlichen Wohlgeschmack zu verbinden.
Lindners Niveau aber potenziert die Zutaten zu einem intensiven wie transparenten Gesamtbild, das neue Verbindungen schafft, welche die Ausgangsprodukte sonst nicht besitzen.
Im Jahr 2011 werden folgende Gastköche Ihre Kreationen im Hangar-7 präsentieren:
Claus-Peter Lumpp (März 2011) Restaurant Bareiss, Hotel Bareiss im Schwarzwald, Baiersbronn-Mitteltal, Deutschland
Daniel Humm (April 2011) Eleven Madison Park, New York, USA
Anatoly Komm (Mai 2011) Restaurant Varvary, Moskau, Russland
Emmanuel Renaut (Juni 2011) Flocons de Sel, Relais & Châteaux, Megève, Frankreich
Peter Goossens (Juli 2011) Restaurant Hof van Cleve, Kruishoutem, Belgien
Ikarus Team (August 2011) Restaurant Ikarus, Hangar-7, Salzburg, Österreich
Alvin Leung (September 2011) Bo Innovation, Hongkong
Xavier Pellicer & Santi Santamaria (Oktober 2011) Restaurant Can Fabes, Barcelona, Spanien
Björn Frantzén & Daniel Lindeberg (November 2011) Frantzén / Lindeberg, Stockholm, Schweden
Daniel Redondo & Helena Rizzo (Dezember 2011) Maní, Sao Paolo, Brasilien
Öffnungszeiten:
Hangar-7 Flugzeugmuseum: 09.00 – 22.00 Uhr
Restaurant Ikarus: Küche 12.00 – 14.00 und 19.00 – 22.00 Uhr
Carpe Diem Lounge - Café : 09.00 – 18.00 Uhr
Mayday Bar: So - Do 12:00 – 00.00 Uhr, Fr & Sa 12:00 - 01:00 Uhr
Smart Food in der Mayday Bar (Smart Food tägl. von 12:00 Uhr - 22:00 Uhr)
Threesixty Bar: So - Do 19:00 – 00:00 Uhr, Fr & Sa 19:00 - 01:00 Uhr)